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MINT-Veranstaltungen

Dokumentation der meet.ME – „Komm, mach MINT.“-Karriereauftaktveranstaltung 2019

Vom 4. bis 5. Juli 2019 fand bereits zum fünften Mal die Karriereauftaktveranstaltung "meet.ME" von "Komm, mach MINT" im Congress Center Leipzig (CCL) statt. In einem Mix aus interaktiven Workshops und Impuls-Vorträgen erhielten MINT-Studentinnen und -Absolventinnen Tipps und Inspirationen für den Berufseinstieg. Zudem gab ihnen die meet.ME die Gelegenheit, potenzielle Arbeitgeber und attraktive Karrierewege in unterschiedlichen Unternehmen kennenzulernen. In Speed-Datings konnten sie erste Kontakte mit Partnerunternehmen von "Komm, mach MINT." knüpfen.

Die folgende Dokumentation gibt Einblick in die praxisnahen Tipps zur Bewerbung, Gehaltsverhandlungen, Netzwerkaufbau und in die inspirierenden Diskussionen.

Gruppenfoto aller Teilnehmenden

1. TAG

Begrüßung 

MinR’in Christina Hadulla-Kuhlmann

MinR'in Christina Hadulla-Kuhlmann, Leiterin des Referats "Chancengerechtigkeit und Vielfalt in Wissenschaft und Forschung" im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) begrüßte die Teilnehmenden. Sie unterstrich die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von MINT und ermunterte die Teilnehmenden, als MINT-Botschafterinnen zu einem positiven und realistischen MINT-Image beizutragen und dadurch für noch mehr Dynamik in der Nachwuchsgewinnung zu sorgen. Die positive Entwicklung der Studierenden-Zahlen in MINT zeige den Erfolg der bisherigen Maßnahmen. Sie wies auf den zukunftsweisenden MINT-Aktionsplan des BMBF hin, der bewährte Ansätze mit innovativen Maßnahmen verbinde. Ebenso lud sie die Teilnehmenden zu der am 11. und 12.11.2019 in Berlin stattfindenden Tagung "Erfolg mit MINT – Karrieren gestalten, Potenziale entfalten" ein, die das Ziel habe, den Transfer von Erfahrungen in der MINT-Nachwuchsgewinnung mit Fokus auf der Gewinnung von Frauen zu optimieren. Auf der Tagung werden Ergebnisse aus aktuellen Forschungs- und Unterstützungsprojekten vorgestellt.

Danach folgten die Karrierevorträge von Andrea Och und Nicola Tiggeler.

Andrea Och: "Chancen für Frauenkarrieren – Aufstiegsfaktoren in der Arbeitswelt 4.0. Was wirklich hilft, Ziele zu erreichen!"

Frau steht auf Bühne

In ihrem interaktiven Vortrag zeigte Andrea Och viele Wege auf, sich über die eigenen beruflichen Ziele klarzuwerden und diese auch zu erreichen. Der wichtigste Zugang zu den eigenen Zielen sei die eigene Fantasie. „Fangen Sie an, groß zu denken, Sie werden gebraucht“, so ihr Rat an die Studentinnen. Sie riet den jungen Frauen, nicht zu nett zu sein und sich nicht zu klein zu machen. Einfacher gesagt als getan. Andrea Ochs Empfehlung: ein Tagebuch, in dem jeden Abend drei Dinge aufgeschrieben werden, die im Studium oder beruflich richtig gut gelaufen seien, um so jeden Tag mit einem guten Gefühl abzuschließen. Vor wichtigen Gesprächen, wie einem Jahresgespräch, können daraus drei Highlights ausgewählt werden. Andrea Och machte aber auch deutlich, dass es um mehr gehe als eine Karriere um jeden Preis. Denn die eigenen Werte seien nicht verhandelbar, sonst bestehe das Risiko, sich fremdbestimmen zu lassen. Ihr Tipp, um den eigenen Zielen treu zu bleiben: Sich selbst regelmäßig befragen! Was will ich bis wann lernen? Was erleben? Und was erreichen? Wessen Unterstützung brauche ich dafür? „Wer inspiriert mich?“. Auf den Weg gab sie den jungen Frauen einen im beruflichen Alltag leicht zu beherzigen Tipp: „Fangt morgens nicht gleich an, die Mailflut zu bearbeiten. Sondern macht euch zuallererst bewusst: Was will ich heute machen, was auf eines meiner Ziele einzahlt?“

Mehr Informationen zum Thema Frauenkarrieren im Blog von Andrea Och

Nicola Tiggeler: "Selbst-Bewusst in die Berufskarriere"

Frau steht auf Bühne

Die Art und Weise, wie etwas gesagt wird, ist genauso wichtig, wie das, was gesagt wird. Nicola Tiggeler ist Expertin dafür, wie Stimmen „gut“ werden. In ihrem interaktiven Vortrag experimentierten die Studentinnen zunächst damit, wie Stimmen am angenehmsten klingen. „Ich möchte sie befördern“ ermunterte Tiggeler die Studentinnen und nahm sich drei wichtige Voraussetzungen für eine gute Stimme vor: Haltung, Atem und Stimme.

In Zweierübungen konnten die Teilnehmerinnen den Resonanzkörper in sich entdecken und mit einem zweiminütigen Power-Posing experimentieren: hüftbreiter, fester Stand, aufgerichtete Wirbelsäule, Arme nach oben zur Siegespose erhoben, so kann vor jeder Präsentation Selbstbewusstsein getankt werden. Mit zahlreichen, leicht anwendbaren Atemübungen erprobten die Teilnehmenden, wie gut es tut, mit solidem, gutem Atem zu sprechen. Kleine Aufwärmmodule für die Stimmbänder rundeten den Vortrag ab. „Lassen Sie die Übungen ins System übergehen, dann sind sie lebendig und hoffentlich mitreißend“, so Tiggelers Rat an die Studentinnen. Was tun bei Lampenfieber und zitternder Stimme? Alles nur eine Trainingssache, dagegen lässt sich was tun, mit dieser ermutigenden Erkenntnis endete der Vortrag. 

Einige diesbezügliche Übungen sind in verschiedenen Artikeln dokumentiert. Zu finden auf der Homepage von Nicola Tiggeler im Bereich Presse.

Podiumsdiskussion „Herausforderungen, Bewältigungsstrategien und Stolpersteine auf dem Weg in MINT-Berufe“

Mit Sophia Hatzelmann, ahc GmbH, Jana Janze, Sopra Steria Consulting, Lena Horlbeck, Accenture, Moderation Karin Lühmann von „Komm, mach MINT.“

4 Frauen sitzen auf Sesseln auf der Bühne

In der Podiumsdiskussion berichteten die MINT-Frauen sehr offen über ihren beruflichen Werdegang. Sophia Hatzelmann, Elektroingenieurin und Geschäftsführerin der ahc GmbH, hat erst nach mehreren Stationen in Unternehmen, in denen sie durchaus an die gläserne Decke gestoßen sei, für sich die Perspektive Selbständigkeit gefunden. Sie betonte die Bedeutung von Praxiserfahrungen schon während des Studiums, „so viel wie möglich“. Ein Rat, der von Jana Janze und Lena Horlbeck bekräftigt wurde.

Eine Gemeinsamkeit aller drei Frauen war es, dass sie ihre wirkliche „Berufung“ erst nach Umwegen gefunden haben. Die Wirtschaftsingenieurin Lena Horlbeck, die erst im zweiten Anlauf zur Technik gefunden hat, fand nach ersten Berufserfahrungen in kleineren Unternehmen ihren Platz bei Accenture einer weltweit agierenden Unternehmensberatung. Und der Weg der Geoinformatikerin Jana Janze führte zunächst in die Arbeitslosigkeit, als ihr erster Arbeitgeber den Innovationsbereich, in dem sie gestartet war, einfach einstellte. Über Umwege kam sie zur Beratung und fand auch in diesem Bereich erst im zweiten Anlauf das für sie richtige Unternehmen und ist heute bei der Beratung Sopra Steria erfolgreich. Klare Botschaft an die Zuhörerinnen: Nicht aufgeben, wenn die Karriere nicht wie aus dem Lehrbuch läuft. Es gibt immer eine zweite, oder dritte oder noch mehr Chancen.

Was Vereinbarkeit und Führung in Teilzeit angehe, sei vieles in Bewegung geraten und mittlerweile gebe es zahlreiche Best Practices, die zeigen, wie Familie und Karriere zusammengehen. Sophia Hatzelmann verlangt von den Männern, die in ihrem Unternehmen arbeiten, mehr als ein „Wickel-Volontariat“ und riet den Frauen, den Männern dann auch konsequent die Kinder zu überlassen. Lena Horlbeck nimmt einen Wandel auf Kundenseite wahr, die durch individuelle Vereinbarkeitslösungen diverser gewordenen geschäftlichen Rahmenbedingungen zu akzeptieren, „als die Kollegin wegen ihrer Schwangerschaft nicht mehr reisen dufte, kamen Kundinnen und Kunden zu ihr“.

Ein wichtiger Karrierefaktor seien gute Netzwerke. Die richtigen Netzwerke finde man nur durch Ausprobieren, da gebe es keine Patentrezepte. Und wenn das oder die richtigen Netzwerke gefunden seien, müssen sie gepflegt werden, damit alle Beteiligten von ihnen profitieren können, betonte Jana Janze. Wer die Zeit nicht habe, verabschiede sich besser aus einem Netzwerk. Sophia Hatzelmann unterstrich die Haltung zum Netzwerken: „Was kann ich anderen geben?“. Beim Netzwerken sei Langfristigkeit wichtig, vieles käme um die Ecke vielleicht erst nach 10 Jahren zurück. Sie selbst sei gut darin, sich zu merken, mit wem sie es zu tun habe, so Hatzelmann. Und Lena Horbeck betont die Bedeutung interner Netzwerke in einem weltweiten Unternehmen, ohne die es gar nicht möglich sei, erfolgreich zu arbeiten.
Die Moderatorin Karin Lühmann von „Komm, mach MINT.“ wies darauf hin, wie hilfreich es sei, gerade im Hinblick auf die Langfristigkeit, Kontakte in sozialen Netzwerken zu sammeln. Und lud die Teilnehmerinnen ein, der Facebook-Gruppe von „Komm, mach MINT.“ beizutreten.

2. TAG

Der zweite Tag stand ganz unter dem Zeichen der Vernetzung von Studentinnen und Paktpartnerinnen und -partnern. 

Podiumsdiskussion „Wege in die MINT-Karriere“

Mehrere Frauen sitzen auf Sesseln auf der Bühne

Die von Karin Lühmann moderierte Podiumsdiskussion mit Magdalena Münstermann von der Bernd Münstermann GmbH und Co., Lea Tanner von Accenture, Prof. Dr. Michaela Hoke von der Fachhochschule Bielefeld und Zerrin Börcek vom Female Innovation Hub zeigte den jungen Frauen unterschiedliche Einstiegswege in die Karriere auf.

Für Magdalena Münstermann ist der Schlüssel für mehr Frauen in MINT-Berufen das Zusammenbringen von Schule, Hochschule und Wirtschaft. Praxisnahe Erfahrungen in Unternehmen seien die wichtigste Voraussetzung für eine passende Berufswahl. Dort lernten Studentinnen authentische Rollenvorbilder kennen, die ihnen echte Perspektiven aufzeigen könnten. Familienbetriebe böten den Vorteil einer verbindlichen Art der Zusammenarbeit, „man kennt sich, man grüßt sich“, es gebe einen offenen Umgang mit Problemen und kurze Wege. Wo große Unternehmen Programme bieten, werden in kleinen Unternehmen im Gespräch spezifische Lösungen für unterschiedliche Lebenslagen entwickelt. 

„Wir sind dann gut, wenn wir mit diversen, internationalen Teams arbeiten.“, so Lea Tanner. Als ein global agierender Technologie-Consultant berate Accenture nicht nur, sondern setze auch Projekte um. Dafür werden vielfältige Talente benötigt. Um mehr Frauen für die technischen Bereiche zu gewinnen, setze Accenture auf Zielmarken. Bis 2015 sollen 50% der Belegschaft Frauen sein. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, biete Accenture den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Maßnahmen und Angebote, die lebenslanges Lernen in den Fokus stellen und die eigene Weiterentwicklung ermöglichen.

Nach dem Studium ins Unternehmen oder doch lieber eine Karriere in der Wissenschaft? „Sie sollten ihr Fach sehr gern mögen und gerne ins Detail gehen“ so beschrieb Professorin Hoke wichtige Voraussetzungen für eine wissenschaftliche Karriere. Anders als Unternehmen biete die Hochschule mehr Freiheiten, sich Themen selbst auszusuchen. Aber eben auch eine lange Phase der Unsicherheit bis zum Erlangen einer Dauerprofessur. Auch seien Professorinnen und Professoren nicht so sehr in Strukturen eingebunden und somit Teamarbeit nicht so selbstverständlich. Diese Art der Arbeit ebenso wie das Halten von Vorlesungen liege nicht jedem, das müsse jeder für sich selbst herausfinden.

Die Mission des Start-up Female Innovation Hub sei es, Frauen dazu zu bewegen, zu gründen, das liegt Zerrin Börcek sehr am Herzen. Wer sich nicht gleich zum Start der eigenen Berufskarriere in feste Strukturen einpassen wolle, dem biete die Gründung eines eigenen Start-ups kreative Möglichkeiten zur Umsetzung eigener Geschäftsideen. Das Female Innovation Hub unterstütze auf dem Weg dorthin, etwa bei Fragen zur Erstellung von Businessplänen und beim Erwerb relevanter digitaler Skills, um sich zukunftssicher aufzustellen. Zerrin Börcek will ermutigen: Wichtigste Voraussetzungen für eine Gründung seien es, Neugier zu bewahren und die richtigen Partnerschaften einzugehen.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion stellten sich die MINT-Frauen den Fragen der Teilnehmerinnen, die die Chance zu einem kritischen Abgleich beruflicher Realitäten mit der Selbstdarstellung von Unternehmen und Organisationen nutzten. Alle Diskutierenden waren sich in dem Punkt einig, dass es immer noch Menschen und Strukturen gebe, die das Vorankommen von Frauen in der ehemaligen Männerdomäne MINT behindern. Dass es aber gleichzeitig auf ganz unterschiedlichen Ebenen deutliche Veränderungen gebe, ein deutliches Indiz dafür sei die Frauenquote. Die Unternehmen und Universitäten meinten es ernst, wenn sie sagen, dass sie mehr Frauen für MINT wollen. Eine Studentin fasste die Diskussion zusammen: „Für uns Frauen ist die Frauenquote die Chance, der ganzen Welt zu zeigen, wieviel sie bringt“. 

Speed-Datings

Mehrere Personen sitzen sich am Tisch gegenüber

Nach der Podiumsdiskussion ging es für einen Teil der Teilnehmerinnen in die Speed-Datings, in denen sie sich mit den Paktpartnerunternehmen über Karrierechancen, Bewerbungssituationen und Aufstiegsmöglichkeiten austauschten. Die Speed-Datings boten den Teilnehmerinnen eine gute Möglichkeit, Fragen zu stellen, die sie in einem normalen Bewerbungsgespräch nicht stellen würden, und sich mit den Unternehmensvertreterinnen und -vertretern zu vernetzen.

Stimmen von Teilnehmerinnen

  • "Jetzt weiß ich, dass es noch viele andere Wege zu meinem Traumjob und auch jenseits der Universität oder Forschungszentren immer Möglichkeiten geben wird. Daher kann ich diese Veranstaltung auch Studentinnen empfehlen, die sich ihrer Sache eigentlich schon sicher waren. Es schadet nie ein paar extra Asse im Ärmel zu haben."
  • "Das Speed-Dating hat mir extrem gut gefallen. Außerdem finde ich die Vielfalt der anwesenden Unternehmen sehr inspirierend. Kurzum: Ich komme gerne wieder."
  • "Sehr gute Vorträge, Workshops sehr hilfreich und inspirierend. Ich konnte tolle Menschen kennenlernen, mich vernetzen und nehme unglaublich viel mit. Danke!"
  • "Sehr gut ist, dass ich näher mit Mitarbeiterinnen von Unternehmen sprechen konnte; ich bin von anderen MINT-Studentinnen begeistert."

Workshops

Während ein Teil der Studentinnen und Absolventinnen in den Speed-Datings war, hatte der andere Teil die Gelegenheit, an einem der drei angebotenen Workshops teilzunehmen.

Workshop 1: Design Thinking – Tools für aktive Berufs- und Lebensgestaltung

Ann Krombholz, Beratung & Coaching

Mehrere Studentinnen sitzen an Tischen in einem Raum

Design Thinking ist eine kreative und flexible Methode, um Antworten auf komplexe Fragen zu bekommen und Innovationen zu produzieren. Der Prozess des Suchens und Findens, nicht das perfekte Ergebnis stehen im Vordergrund. Mit der Frage, was sie tun würden, wenn sie ein freies Jahr hätten, starteten die Teilnehmerinnen nach einer kurzen Einführung in die Methodik gleich in die erste Runde. Mit Leitfragen wie: "Was tue ich in diesem Jahr? Mit wem? Wieviel Zeit und Geld investiere ich? Welche Werte verbinde ich damit?" umkreisten sie ihre Vorhaben. Im nächsten Schritt setzten sie Schwerpunkte: "Welche Werte und Ziele sind mir besonders wichtig und wo kann ich Abstriche machen? Wo stehe ich gerade?" Ziel war es, eine gute Balance zu finden zwischen Wunsch und Möglichkeiten. In einer abschließenden Übung konnten die Teilnehmerinnen die Möglichkeiten des Design Thinking für die Erstellung ihres persönlichen Masterplans nutzen, um ihre Ziele und die dafür notwendigen Schritte zu visualisieren bis hin zu längerfristigen Visionen und Zielen - auch wenn diese derzeit noch in weiter Ferne zu liegen scheinen.

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Workshop 2: "Versiert und sicher in die Einstiegs- und Gehaltsverhandlung"

Ines Speda, Job Coaching & Training

Teilnehmerinnen im Workshop

Gehaltsverhandlungen sind immer ein sehr individuelles Thema, da Erfahrung, Alter, bisherige Arbeitsaufgaben, Weiterbildungen und zukünftige Arbeitsaufgaben eine entscheidende Rolle spielen. In Gehaltsverhandlungen führt das oft zu Unsicherheiten. Ines Speda zeigte in ihrem Workshop konkrete Strategien, um Gehaltsverhandlungen erfolgreich vorzubereiten und zu führen. Die erste Frage, die sich stellt, ist die nach dem eigenen Marktwert. Das ist besonders für Berufsanfängerinnen nicht einfach, da sie nicht auf bereits erzielte berufliche Erfolge verweisen können. Im Vorfeld ist es wichtig, vorhandene Qualifikationen (auch außerhalb des Studiums erworbene Qualifikationen können interessant sein), Kompetenzen und Stärken strukturiert zu sammeln und in Gesprächen und Recherchen ein Gefühl für den ungefähren Marktwert zu ermitteln. Daraus können dann klare Maximal- und Minimal-Forderungen abgeleitet und eine individuelle, sinnvolle Argumentation entwickelt werden. Der Workshop vermittelte auch einen Blitz-Überblick über Bausteine für erfolgreiches Verhandeln: Wie argumentiere ich am günstigsten, was mache ich bei Gegenwind, wie erziele ich verbindliche Ergebnisse.

Zahlreiche weitere Praxis-Tipps finden sich in der Fotodokumentation:

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Workshop 3: "Selbstmarketing und Netzwerke – Tue Gutes und sprich darüber!"

Sigrid Meuselbach, Training, Coaching, Mediation

Studentinnen stehen im Kreis

Selbstmarketing ist die Kommunikation über die eigenen Kompetenzen", so Sigrid Meuselbach. Im Workshop gab sie den Teilnehmerinnen die Gelegenheit, Selbstmarketing zu üben. Das Ziel: „über sich gut reden lassen“. Eine der vorgestellten Methoden: täglich ein Erfolgstagebuch zu führen, in dem nicht nur die großen Würfe, sondern auch die kleinen Freuden des Alltags ihren Platz fänden. Denn nur, wer seine eigenen Stärken kennt, kann diese auch vermitteln. „Leisten Sie es sich, stolz zu sein“, so ihr Rat. Beim Netzwerken gibt es einige wichtige Grundregeln: Verlässlichkeit, Offenheit, Geben und Zuhören und nicht zuletzt auch eine gute Vorbereitung der jeweiligen Netzwerk-Anlässe. Die nicht zu verwechseln sind mit Freundschaften. In einem Netzwerk schadet es nichts, nach Jahren ohne Kontakt auf angenehme Begegnungen zurückzukommen. Ihr wichtigster Appell: auf sich aufmerksam zu machen! Die sogenannten „leisen Leister“, die meinen allein durch Leistung punkten zu können, laufen Gefahr, still und leise auszubrennen. Eine aktivierende Übung zur Stärkung des Selbstbewusstseins: „Schlüpfen Sie in eine andere Person und erzählen Sie Gutes über sich selbst.“

Mehr Infos zum Thema Selbstmarketing im Blog von Sigrid Meuselbach

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Workshop 4: "Bewerbungstraining – Bewerben heißt für sich werben“

Claudia Karrasch, Seminar, Training, Coaching

Mehrere Studentinnen sitzen an auf Stühlen in einem Kreis

Um konkrete Tipps zum Erstellen von Bewerbungsunterlagen und zur Vorbereitung von Bewerbungsgesprächen ging es im Workshop von Claudia Karrasch. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nehmen sich im Schnitt 2,5 Minuten für eine Bewerbung – also nicht viel Zeit, um für sich zu punkten. Jede Bewerbung sollte eine Maßanfertigung sein, wichtig sind Qualität, nicht Quantität. Es ist wichtig, sich die Unternehmen genau angucken, die Bewerbung muss zum Unternehmen passen. Für die Unterlagen können einerseits die Inspiration von Leitfäden und Bewerbungsratgeber genutzt werden, genauso wichtig sind aber das Vertrauen in das eigene Bauchgefühl und eine gesunde Selbsteinschätzung. Claudia Karrasch riet den Teilnehmerinnen, nicht zu verbissen an eine Bewerbung heranzugehen. Das stört die Kreativität und es ist wichtig, „das eigene Ding“ zu machen und die Unterlagen spannend, ansprechend und besonders zu gestalten! Aber Vorsicht: Außergewöhnliches bleibt zwar hängen und steigert den Wiedererkennungswert, darf aber nicht seltsam anmuten. Und für das anschließende Bewerbungsgespräch riet sie, neben vielen weiteren Tipps, im Hinterkopf zu behalten, dass es sich dabei um einen Austausch auf Augenhöhe handelt, zwischen gleichwertigen Verhandlungspartnerinnen und -partnern. „Die Unternehmen brauchen Sie“, gab sie den Teilnehmerinnen mit auf den Weg.

Zahlreiche weitere Praxis-Tipps finden sich in der Fotodokumentation:

Claudia Karrasch

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Instagram & Twitter zu #meetme19

Auf dem Karriereauftakt wurde getwittert und Stories bei Instagram veröffentlicht. Mit dem Hashtag #meetme19 berichtete die "Komm, mach MINT."-Geschäftsstelle & die Teilnehmenden live über interessante Beiträge.

"Stories" bei Instagram zur meet.ME 2019

Überblick über die gesendeten Tweets bei Twitter

Impressionen

Leerer Plenumsaal

Moderatorin steht auf Bühne

Junge Frauen im Publikum

Studentinnen schauen gemeinsam auf Zettel

Studentinnen an Pinnwänden mit Listen

Pinnwand mit Stellenangeboten

meetME 19 WS Tiggeler 2

Frau mit Mikro in der Hand

Mehrere Frauen sitzend im Publikum

Studentinnen kleben Notizen an Glasscheibe

Zwei Studentinnen stehen vor Pinnwänden mit Jobangeboten

Mehrere Personen sitzen sich am Tisch gegenüber

Mehrere Personen sitzen sich am Tisch gegenüber

Mehrere Personen sitzen sich am Tisch gegenüber

Stundentinnen sprechen vor Pinnwand

Studentinnen an Stehtischen

Mehrere Personen an Stehtischen

Mehrere Personen an Stehtischen

Mehrere Personen sprechen an Stehtischen

Studentinnen schauen gemeinsam ins Programm

Frau zeigt auf Pinnwand

"Komm mach MINT" in den soziale Netzwerken

Zusatzangebote und Servicemenü