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Technik

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Interview von Sandra

Die 37-jährige Sandra Behrend ist Projektleiterin und hat ihre Ausbildung zur Technischen Zeichnerin um ein Studium ergänzt. Sie arbeitet gerne in einer männerdominierten Branche und hat gute Erfahrungen gemacht.

Was und an welcher Hochschule haben Sie studiert?

Ver- und Entsorgungstechnik, Technische Gebäudeausrüstung, an der Fachhochschule Köln.

Was hat Sie dazu bewogen, dieses Studium zu realisieren? Haben Sie erst eine andere Richtung eingeschlagen?

Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zur Technischen Zeichnerin Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik absolviert und mich anschließend für das Studium in dieser Fachrichtung entschieden.

Hatten Sie vor oder während des Studiums bereits praktische Erfahrungen in Form von Nebenjobs, Ferienjobs, Teilnahme am Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag, Praktika, Werkstudentinnentätigkeiten?

Vor dem Studium o.g. Ausbildung. Während des Studiums habe ich als Aushilfe in meinem ehemaligen Ausbildungsbetrieb gearbeitet und währenddessen bereits die Kenntnisse aus dem Studium anwenden können.

Welchen Rat würden Sie einer Schülerin mit auf den Weg geben, die überlegt ob sie in einem MINT-Fach studieren soll?

Ein allgemeines Interesse für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik sind gute Voraussetzungen für ein Studium in diesem Bereich. Dies gilt insbesondere, da man sich in einem technischen Beruf mit komplexen Prozessen beschäftigt. Man muss sich allerdings der Tatsache bewusst sein, dass die Frauenquote in diesen Studiengängen häufig gering ist. Ich bin immer gut mit den männlichen Mitkommilitonen ausgekommen.

In Ihrer Freizeit beschäftigen Sie sich am liebsten mit...

Sprachen lernen (Englisch, Spanisch und Niederländisch), Tanzen, Rennrad fahren, Sport gucken, Reisen, Lesen,…

Wo arbeiten Sie?

Ich arbeite bei der Carpus+Partner AG in Aachen, einem international tätigen Beratungs- und Planungsunternehmen mit mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an vier Standorten.

In welcher Position arbeiten Sie?

Ich arbeite als Projektleiterin im Bereich der Technischen Gebäudeausstattung (TGA).

An welchen Projekten arbeiten Sie zurzeit und wie dürfen wir uns dieses Arbeitgebiet vorstellen?

Derzeit arbeite ich an der Planung einer Büroerweiterung mit großem Betriebsrestaurant sowie zwei Forschungsgebäuden mit Labor- und Reinräumen. Mein Arbeitsgebiet umfasst die Abstimmungen mit den anderen Planungsbeteiligten, das Erarbeiten fachlicher Lösungen sowie die Koordination des internen Projektteams.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag aus?

An mehreren Tagen in der Woche nehme ich an internen Besprechungen teil und vertrete in externen Besprechungen das Unternehmen beim Kunden. Ein typischer Tag im Büro beinhaltet die Kommunikation zu den externen Beteiligten sowie zu den Kollegen. Neben den projektbezogenen Themen beinhaltet dies auch das Führen des Teams. Dazu kommt die Beantwortung von Schriftverkehr und Telefonaten.

Ist es für eine Frau schwieriger in einem eher männerdominierten Berufsfeld zu arbeiten? Welche Erfahrungen haben Sie diesbezüglich gemacht?

Ich habe mich bewusst für ein männerdominiertes Berufsfeld entschieden, weil ich lieber mit Männern als mit Frauen zusammen arbeite. Bisher habe ich fast ausschließlich gute Erfahrungen damit gemacht. Ich glaube, dass dies im Wesentlichen mit der eigenen Einstellung zu tun hat. Fachlich muss man natürlich auf dem Stand der Technik sein, um akzeptiert zu werden.

Welche besonderen Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Interessen braucht man für dieses Berufsprofil?

Vorkenntnisse natürlich eine entsprechende Ausbildung oder ein Studium. Man muss offen für neues sein und auf Menschen zugehen können. Kommunikationsfähigkeit ist auch enorm wichtig. Ein generelles Interesse für die Technik muss vorhanden sein.

Was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit am meisten?

Die Tätigkeit ist abwechslungsreich und interessant. Da sich die Technik laufend verändert und verbessert, lernt man immer Neues dazu. Durch die Bearbeitung von Bauprojekten lernt man die unterschiedlichsten Bauherrn, deren Tätigkeiten und Arbeitsumfelder kennen. Kein Gebäude ist wie das Andere.

Sind Sie in Projekten/Maßnahmen aktiv, die es sich zum Ziel gesetzt haben, junge Menschen für MINT zu begeistern? Wenn ja, wie versuchen Sie, dieses Ziel umzusetzen?

Ich engagiere mich seit September 2009 beim Projekt „MINT-Role Model Pool“ des VDI und werde mich in Zukunft beim Nachfolgeprojekt „MINTalente“ des VDI engagieren. Dort bietet sich derzeit die Möglichkeit als Mentorin Studentinnen während der letzten Phase des Studiums zu betreuen.

Wie schaffen Sie es, Beruf und Familie zu vereinbaren?

Da mein Mann denselben Beruf hat, hat er Verständnis für meine Arbeit. In der Freizeit verbringe ich möglichst viel Zeit mit meinen Hobbys.

Welche beruflichen Ziele haben Sie persönlich für Ihre eigene Karriere?

Weiterhin eine verantwortungsvolle Position haben bzw. in der Zukunft die Verantwortung erweitern und die anstehenden Aufgaben mit einem eingespielten Team bearbeiten zu können.

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