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Informatik

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Interview von Julia P.

Julia ist 28 Jahre alt und arbeitet als IT-Consultant bei der S&N AG in Paderborn. Nach dem Abitur war sich Julia nicht schlüssig, welchen beruflichen Weg sie einschlagen sollte. Über ihren Vater ist sie schließlich in den IT-Bereich gekommen. Dort hat es ihr so gut gefallen, dass sie gleich nach der Ausbildung Wirtschaftsinformatik studiert hat und derzeit an ihrer Promotion arbeitet.

Was ist Ihre Ausbildung?

Ich habe eine dreijährige Ausbildung zur IT-Systemkauffrau bei Wincor Nixdorf absolviert, woran ich mein Bachelor- und Masterstudium in Wirtschaftsinformatik an der FHDW in Paderborn und der FH Dortmund angeschlossen habe.

Was hat Sie dazu bewogen, diese Richtung einzuschlagen?

Nach dem Abitur war ich sehr unschlüssig, welchen Weg ich beruflich einschlagen wollte. IT stand gar nicht auf meinem Plan, da ich keinen Informatik-Unterricht in der Schule und auch sonst wenig Interesse an diesem Bereich hatte. Durch meinen Vater bin ich (mehr oder weniger) zur Ausbildung zur IT-Systemkauffrau gekommen, damit ich überhaupt etwas nach dem Abitur mache. Aufgrund der positiven Erfahrungen, die ich in der IT-Ausbildung gemacht habe, und meines geweckten Interesses an der IT, habe ich nach der Ausbildung das Wirtschaftsinformatik-Studium angeschlossen.

Hatten Sie vor oder während des Studiums bereits praktische Erfahrungen gesammelt?

Vor der Ausbildung hatte ich keinerlei Erfahrungen und Berührungspunkte mit der IT. Erst durch die Ausbildung habe ich das Interesse für IT entwickelt und mich dann für die anschließenden Studiengänge entschieden.

Welchen Rat würden Sie einer Schülerin mit auf den Weg geben, die überlegt, ob sie in einem MINT-Fach studieren soll?

Ich möchte jungen Schülerinnen, die sich im Prozess der Berufswahl empfehlen, den MINT-Fächer in jedem Fall eine Chance zu geben und sie nicht (wie es teilweise geschieht) kategorisch auszuschließen. Nur wer einmal hinter die Kulissen guckt - sei es in einem Praktikum oder einer Ausbildung – stellt fest, dass diese Berufsfelder unglaublich vielfältig sind und beeindruckende Menschen dort arbeiten, die wenig mit den klischeehaften Nerds zu tun haben, von denen immer erzählt wird.

In Ihrer Freizeit beschäftigen Sie sich am liebsten mit…

… Pferden, Kindern, meiner Tätigkeit als freie Mitarbeiter beim Westfälischen Volksblatt und meiner Promotion an der Universität Duisburg-Essen

Wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag aus?

Montags und freitags arbeite ich in Paderborn, im Büro meines Arbeitgebers. An den weiteren Tagen in der Woche unterstütze ich unseren Kunden vor Ort in Wuppertal. Ich habe dabei immer Phasen, in denen ich gezielt Dokumente erstelle und Ergebnisse zusammenfasse und Phasen mit viel Interaktion und Kommunikation in Form von Meetings. Hier tausche ich mich mit Kollegen aus und bespreche die weiteren Aufgaben und bisher erzielten Ergebnisse. So ist mein Arbeitsalltag stets abwechslungsreich und durch viele interessante Treffen und Gespräche geprägt.

Ist es für eine Frau schwieriger in einem eher männerdominierten Berufsfeld zu arbeiten? Welche Erfahrungen haben Sie diesbezüglich gemacht?

Ich habe bisher durchweg sehr positive Erfahrungen gemacht. Oftmals bin ich die einzige Frau in Projekten und Meetings und trotzdem werde ich stets ernstgenommen und meine Meinung und meine Anmerkungen finden immer Berücksichtigung. Ich habe es auch oft gehört, dass gemischte Teams, die aus Männern und Frauen bestehen, deutlich produktiver arbeiten und eine freundliche Zusammenarbeit pflegen. Das kann ich durchweg bestätigen. Die Zusammenarbeit mit vorrangig Männern ist stets durch ein sehr höfliches und unterstützendes, sowie produktives Klima geprägt.

Was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit am meisten?

Der tägliche Wechsel von Menschen mit denen ich zusammenarbeite, sowie die immer neuen Aufgaben, die sich in der Beratung und IT-Geschäftsanalyse ergeben, machen meinen Beruf faszinierend. Sie fordern jeden Tag neuen Einsatz und werden niemals langweilig oder eintönig.

Sind Sie in Projekten/Maßnahmen aktiv, die es sich zum Ziel gesetzt haben, junge Menschen für MINT zu begeistern?

Ich bin als Mentorin in dem Programm gils4IT tätig. Hier begleite ich für jeweils ein Jahr meine Mentee und stehe ihr mit Rat und Tat und vor allem mit meinen persönlichen Erfahrungen zur Seite, um sie in der Berufswahl zu unterstützen und ihr Chancen und Perspektiven (vorrangig) in IT-Berufsfeldern aufzuzeigen.

Welche beruflichen Ziele haben Sie persönlich für Ihre eigene Karriere?

In den kommenden Jahren möchte ich meine gestartete Promotion abschließen und mich im Beratungsumfeld weiter etablieren. Hier würde ich gerne Verantwortung für ein eigenes Team übernehmen und gezielt Projekte mit Kolleginnen und Kollegen steuern und erfolgreich umsetzen.

Weitere Informationen zu Julia als Mentorin bei Girls4IT

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