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Stifterverband: Bachelor kommen in der Wirtschaft an

Immer mehr Unternehmen unterscheiden bei der Einstellung von Nachwuchskräften nicht mehr nach der Art des Hochschulabschlusses. Das bedeutet: Absolventen mit Magister oder Diplom, Bachelor oder Master werden gleich bezahlt und durchlaufen das gleiche Ausbildungsprogramm. "Wir schauen hinter die Titelfassade, einzig die persönliche Leistung zählt. Deshalb brauchen Bachelor-Absolventen keine Extra-Einstiegsprogramme", sagt Martina Bischof, Leiterin Bildungspolitik bei der Hypovereinsbank.

Die Redaktion von Wirtschaft & Wissenschaft hat Berufseinsteiger, Arbeitgeber und Experten befragt und zahlreiche Belege dafür gefunden, dass dem erfolgreichen Berufseinstieg von Bachelor-Absolventen auf Seiten der Unternehmen nichts entgegensteht. "Gerade das Fehlen spezieller Einstiegsprogramme ist ein Zeichen, dass die Bachlor-Absolventen in der Wirtschaft ankommen", sagt Frank Stäudner, Leiter Kommunikation beim Stifterverband. "Die jungen Berufsstarter sind eben nicht die Schmalspurakademiker mit Nachhilfenot, als die sie von den Kritikern der Reform gern hingestellt werden."

Die positive Einstellung der Unternehmen gegenüber den neuen Abschlüssen schlägt sich auch in den Gehältern der Bachelor nieder. "Die Aufgabe innerhalb des Unternehmens und die übernommene Verantwortung bestimmen das Gehalt, nicht der akademische Abschluss", sagt Britta Bannas, Projektleiterin Pre-Master-Programm bei Bosch. Das Gleiche gilt für die Karrierechancen: "Die jungen Berufseinsteiger im DB-Konzern sind durch ihr Bachelor-Studium bestens auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet. Es ist ein Trugschluss, dass Bachelor-Studierende zwingend noch ein Master-Studium absolvieren müssen", sagt Margret Suckale, Personalvorstand der Bahn: "Der Master ist nicht der Regelabschluss."

Wirtschaft & Wissenschaft kann über den Stifterverband kostenfrei bezogen werden und ist auch im Internet zugänglich: www.stifterverband.de/wuw

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