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Inna Vogel im Interview - Auf der Jagd nach Social Bots

Auch die cleversten Internet-Kriminellen hinterlassen digitale Spuren. Computerlinguistin Inna Vogel (32) forscht am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT in Darmstadt und verbindet in der „digitalen Text-Forensik“ ihre beiden Leidenschaften Sprache und Technik. Sie erkennt die Spuren illegaler Handlungen und wertet sie aus. Und sie ist der Beweis dafür, dass man seinen Traumjob über Umwege finden kann, indem man auf die eigene Intuition vertraut.

Eines Ihrer Forschungsgebiete sind Social Bots. Was versteht man darunter und was ist gefährlich an ihnen?

Porträt Inna

Social Bots sind vor allem nach der amerikanischen Präsidentenwahl in den Fokus geraten. Das sind Programme, die sich in den sozialen Netzwerken als echte User ausgeben und Kommentare posten. Anders als bei Printanzeigen oder TV-Spots sind diese Beiträge jedoch nicht gekennzeichnet und werden immer häufiger anonym für Manipulationen eingesetzt.

Wie identifiziert man so einen falschen Account?

Ich setze maschinelle Lernverfahren ein, um die Social Bots anhand ihrer Sprache zu entlarven. Sie kommunizieren mitunter täuschend echt auf Twitter oder Facebook und teilen Links. Laut dem Magazin WIRED entwickelt sich ein Thema in Deutschland schon zum Trending Topic auf Twitter, wenn sich 10.000 Menschen darüber unterhalten. Das kann man relativ einfach mit einer kleinen Bot-Armee erreichen, die immer wieder unter demselben Hashtag postet – und schon bestimmen die Bots die Agenda. So werden Themen plötzlich viel größer und echte Nutzer teilen die Links, weil sie glauben, einer echten Mehrheit zu folgen.

Lesen Sie das komplette Interview von Ines Bruckschen mit Inna Vogel unter www.komm-mach-mint.de/MINT-Interviews/Informatik/Inna

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