Navigation und Suche "Komm mach mint"


Standortanzeiger

Sie sind hier: Startseite > MINT Life > MINT-Interviews > Mathematik > Anna

Mathematik

Bilderliste [H3]

Interview von Anna

Anna Jakobs ist mathematisch-technische Softwareentwicklerin (MATSE) im Forschungszentrum Jülich. Gleichzeitig mit der Ausbildung hat sie ihren Bachelor im Studiengang Scientific Programming gemacht. In ihrer Freizeit reitet die 22-Jährige gerne, kocht oder trifft sich mit Freundinnen und Freunden.

Anna, warum hast du dich für eine Ausbildung zur mathematisch-technischen Softwareentwicklerin entschieden?

Ich wusste schon in der Schule, dass ich nicht nur studieren, sondern direkt auch Praxiserfahrung in einer Ausbildung sammeln wollte. Bei einem Berufsberater habe ich mich informiert, ob es Ausbildungsberufe gibt, die etwas mit Mathe zu tun haben, denn diese Richtung konnte ich mir gut vorstellen. Er hat mir die Ausbildung zur mathematisch-technischen Softwareentwicklerin vorgeschlagen.

Wie ging es dann weiter?

Zuerst war ich skeptisch, weil ich keinerlei Erfahrungen im Bereich Informatik hatte, aber da die Ausbildungsinhalte sehr interessant klangen, habe ich mich dann doch beim Forschungszentrum Jülich beworben, wo ich auch genommen wurde. Die Möglichkeit, die Ausbildung mit dem dualen Bachelorstudiengang Scientific Programming zu kombinieren, hat mir ebenfalls gefallen und ich
habe mich direkt eingeschrieben.

Im Sommer 2010 hast du deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, bist aber weiterhin beim Forschungszentrum Jülich tätig.

Ja, ich habe dort eine 1/3-Stelle, um gleichzeitig meinen Master zu machen. Im Moment arbeite ich an einem Projekt, das sich mit Parallelprogrammierung beschäftigt. Normalerweise finden Berechnungen auf einem PC nacheinander auf dem Hauptprozessor statt. Ich schreibe ein Programm so um, dass viele Berechnungen gleichzeitig, also parallel ausgeführt werden. Dafür lasse ich die Berechnungen auf der Grafikkarte des Rechners durchführen.

Kannst du das genauer erklären?

Die Aufgabe der Grafikkarte ist es, Grafiken zu berechnen, die auf dem Monitor zu sehen sind, beispielsweise bei Computerspielen. Diese Grafikberechnungen werden von der Grafikkarte parallel ausgeführt. Das kann man sich so vorstellen, als würden viele Leute gleichzeitig an einem Bild malen. Jeder malt einen kleinen Teil, dann ist das Bild viel schneller fertig. Diese Fähigkeit mache ich mir zunutze und lasse die Grafikkarte sehr komplizierte und zeitaufwendige mathematische Berechnungen parallel durchführen.

Welchen Rat würdest du einer Schülerin mit auf den Weg geben, die überlegt, ob sie eine Ausbildung zur mathematisch-technischen Softwareentwicklerin beginnen soll?

Wenn du Spaß an Mathematik und logischem Denken hast, dir aber ein reines Mathematikstudium zu trocken und theoretisch ist, dann ist diese Ausbildung bestimmt das Richtige. Auch wenn du deinen PC bisher hauptsächlich dazu genutzt hast, um im Internet zu surfen oder mal einen Brief in Word zu schreiben, ist das nicht schlimm. Es werden keine Kenntnisse in Informatik, vorausgesetzt es wird wirklich bei den Grundlagen angefangen.

"Komm mach MINT" in den soziale Netzwerken

Zusatzangebote und Servicemenü