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Podcast Saskia

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Die Umweltingenieurin Saskia erzählt, welchen Herausforderungen sie gegenübersteht, was sie bewegen will und was genau sie tut. Ihr Ziel: Aus Abfall genauso viel Energie zu erzeugen wie derzeit aus teuren und teilweise umweltschädlichen Substraten. Dazu braucht es eine ganz besondere Biogasanlage und wie diese funktioniert und was sie mit einer pupsenden Kuh gemeinsam hat erklärt Saskia sehr anschaulich in ihrem Podcast.

Ich bin Saskia, ich habe Energie- und Umwelttechnik auf Diplom-Ingenieurin studiert und bin jetzt wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft an der Technischen Universität Hamburg und bin da jetzt seit anderthalb Jahren tätig. Ich schreibe derweil auch meine Promotion.
In meinem Arbeitsalltag liegt der Schwerpunkt auf der anaeroben Fermentation von Mischgrün, also in der Herstellung von Biogas aus organischen Abfällen.
Dabei fokussiere ich natürlich vor allem die Technikums-Versuche, sowohl in ganz kleinen Maßstäben als auch in bis zu über Hundert-Liter-Reaktoren, also fast schon richtige Biogasanlagen im Labor.
Eine Biogasanlage funktioniert ganz einfach gesagt wie ein Topf: Man macht den Deckel auf, tut unser Substrat rein, macht den Deckel zu, wartet ein bisschen, dann ist keine Luft mehr vorhanden und dann kann man nichts falsch machen, dann muss Biogas dabei heraus kommen.
Bei unserer Anlage ist es ein kleines bisschen komplizierter, wir müssen das Substrat auf jeden Fall zerkleinern.
Normalerweise wachsen Mikroorganismen unter Luftabschluss von alleine. Auch hier schummeln wir ein bisschen und geben die Mikroorganismen durch sogenannten Klärschlamm dazu, wo sie sich schon angereichert haben.
Und dann kommen diese Mikroorganismen. Ganz einfach gesagt verdauen sie unser Material und erzeugen dadurch erst Wasserstoff und dann Methan. Methan ist genau das Gas aus dem wir Energie gewinnen können. Das, was unter dem herkömmlichen Namen Biogas bekannt ist.
Was dabei passiert, kann man sehr gut mit einer Kuh vergleichen. Sie frisst unser Gras, mein Substrat, verarbeitet es in diesen vier Mägen, durch vier verschiedene Stufen und erzeugt am Ende, wie ja leidlich bekannt, auch Biogas.
Wir hoffen in dieser kleinen Pilotanlage in unserem Technikum zeigen zu können, dass unser Material eigentlich äquivalent zu den nachwachsenden Rohstoffen ist, die heutzutage genutzt werden und wir wirklich aus unseren organischen Abfällen genau so viel Energie gewinnen können wie heute aus den teuren, zum Teil umweltschädlichen Substraten.
Während des ganzen Studiums haben mir alle Kommilitonen gesagt: "Du bist doch keine Ingenieurin!" Bin ich auch nicht, nicht die, die klassisch im Buch steht.
Ich mache bis heute ganz viel Freizeitaktivitäten, sei es die Tiere, sei es schwimmen gehen, sei es feiern gehen.
Ich mag meinen Job, ich mache ihn wirklich gut und ich bin trotzdem nicht diejenige, die programmierend im kleinen Zimmer sitzt, sondern ich schaffe es auf Konferenzen die Leute davon zu überzeugen, dass unser Thema wirklich wichtig ist.
Rasen ist nicht gleich Rasen, aber was alles gemeinsam hat: Wir kriegen verdammt viel Energie raus...
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