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„Komm, mach MINT.“: Auf einen Blick

„Komm, mach MINT.“ - die einzige bundesweite Netzwerk-Initiative für Frauen in MINT-Berufen

Ein Mangel an Fachkräften mit Abschlüssen in den Fächern Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften (MINT) gefährdet den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland. Deutschland verfügt über ein großes Potenzial hoch qualifizierter Frauen. Wirtschaft und Wissenschaft können und wollen auf das Potenzial der Frauen für MINT nicht mehr verzichten. Um dem Mangel gezielt entgegen zu wirken, wurde der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.“ 2008 als Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung „Aufstieg durch Bildung“ auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ins Leben gerufen.

Der Pakt mit Partnern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartnern und Medien verfolgt das Ziel, junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge zu begeistern sowie Hochschulabsolventinnen für Berufskarrieren in Wirtschaft und Wissenschaft zu gewinnen.

  • 2008 mit 46 Partner gestartet, setzen 2014 bereits über 200 Paktpartner aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartnern und Medien ein deutliches Zeichen für mehr Frauen in MINT. Die Geschäftsstelle als Knotenpunkt von „Komm, mach MINT.“ betreibt den Ausbau und die Koordination des Netzwerks.

Den Dialog zum Thema Frauen und MINT in innovative Maßnahmen umsetzen und Erfolgskonzepte in die Breite stellen

Zwischen den Paktpartnern findet ein breiter Erfahrungsaustausch statt. Der Pakt setzt auf Kooperation und die Verbreitung von Best Practice. Es gibt hervorragende Expertise und bewährtes Praxiswissen darüber, wie junge Frauen mit innovativen Maßnahmen für Naturwissenschaften und Technik gewonnen werden können, die im Paktnetzwerk gebündelt werden: Praxisnahe Entscheidungshilfen für den Studieneinstieg, frühzeitige Kontakte mit Vorbildfrauen und die Bestätigung der eigenen technischen Kompetenzen und Interessen sind wesentliche Elemente erfolgreicher Angebote. Um mehr Frauen für Karrieren in der Wirtschaft zu gewinnen, müssen Karrierechancen und Berufskulturen in den mathematisch-technischen Bereichen für Frauen kontinuierlich verbessert werden. Durch die Vernetzung können die Angebote optimiert und stärker aufeinander abgestimmt werden, um ineinandergreifen zu können. Je stärker die Partner sind, umso stärker sind das Netzwerk und die dadurch entstehenden Synergien und nachhaltigen Initiativen.

  • 82 Prozent der Paktpartner haben ihre Maßnahmen rund um „Frauen und MINT“ seit Paktantritt ausgebaut.
  • Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Erprobung neuer und Ausweitung bestehender Angebote zur Gewinnung junger Frauen für MINT-Studiengänge und -Berufe. Durchschnittlich 69 Prozent der ehemaligen Teilnehmerinnen von BMBF-geförderten „Komm, mach MINT.“-Projekten schlagen eine MINT-Laufbahn ein oder streben diese an. (Quelle: Evaluation Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen 2008 – 2011).
  • Mit dem Modellvorhaben „Niedersachsen-Technikum“ wurde beispielsweise eine erfolgreiche innovative Maßnahme entwickelt und erprobt. Ein solch hochwertiges Angebot funktioniert nur im Partnerverbund. Landesweit werden es 2013 über 100 Technikantinnen sein und die Abbruchquoten sind verschwindend gering. Fast 92 Prozent gehen direkt nach ihrem Technikum in eine technische Ausbildung, 86 Prozent davon sogar in ein technisches Studium.

Öffentlichkeit schaffen und Orientierung geben

„Komm, mach MINT.“ ist die zentrale Anlaufstelle zum Thema Frauen und MINT und bietet eine Plattform, um die bestehenden Angebote zur Motivierung und Aktivierung junger Mädchen und Frauen zu bündeln und übergreifend öffentlich sichtbar zu machen. Denn oftmals sind solche Angebote gerade bei den Zielgruppen noch nicht ausreichend bekannt. Die Geschäftsstelle sorgt durch gebündelte Aktivitäten für deutliche Synergieeffekte und zeigt die Vielfalt in Naturwissenschaft und Technik. Auf Veranstaltungen, auf der Website, in Informationsmaterialien und zahlreichen hervorragenden Projekten werden moderne Berufsbilder und Rollenvorbilder kommuniziert. Die bundesweite Bündelung durch „Komm, mach MINT.“ macht die Aktivitäten deutschlandweit sichtbar und verstärkt die Außenwirkung dieser Maßnahmen.

  • Die Projektlandkarte auf www.komm-mach-mint.de bietet mit derzeit über 1000 Projekten eine bundesweite Übersicht an Projekten, Schnuppertagen, Stipendien, Mentoringangeboten und Wettbewerben für Schülerinnen, Studentinnen und MINT-Berufstätige
  • Die Integration der Ziele von „Komm, mach MINT.“ in bereits bestehende Kampagnen wie in die Plattform THINK.ING von Gesamtmetall und der Agentur für Arbeit sorgt für erhebliche Synergieeffeke. GIRLS.ING und die OnePage-Website "Mach MINT!" unter www.mint.arbeitsagentur.de erreichen eine breite Zielgruppe.

Die gebündelten Aktivitäten zeigen Erfolg: So viele weibliche MINT-Studierende und Absolventinnen wie noch nie

Jede vierte Studienanfängerin entscheidet sich 2012 für ein technisch-naturwissenschaftliches Studienfach. Die zahlreichen und guten Aktivitäten mit dem Ziel, mehr Frauen für MINT (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu gewinnen, führen in den letzten Jahren zu deutlich schneller ansteigenden Studienanfängerinnenzahlen. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes und Berechnungen der Geschäftsstelle Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.“ steigt der Anteil an Studienanfängerinnen in den Ingenieurwissenschaften von 21 % (2011) auf 23 % (2012), so viel wie nie zuvor.

Ein Blick auf die absoluten Zahlen zeigt den überdurchschnittlichen Anstieg der MINT-Studienanfängerinnenzahlen. Allein in den vier Jahren von 2008 bis 2012 ist die Zahl der Studienanfängerinnen in den MINT-Fächern um 57 % gestiegen, fast anderthalbmal so viel wie in den 13 Jahren zuvor seit dem Tiefpunkt 1995. In den Ingenieurwissenschaften stieg sie um 14.500 auf insgesamt 35.500 Studienanfängerinnen in 2012, in den Naturwissenschaften  und der Informatik um fast 22.000 auf 58.000. Von 1995 bis 2008 hingegen stiegen die Zahlen deutlich schwächer: in den Ingenieurwissenschaften um 9.500 Studienanfängerinnen und in Naturwissenschaft und Informatik um 15.500.

  • Insgesamt eine deutliche Steigerung: Von 2008 bis 2012 gibt es eine Steigerung von 67 % in den Ingenieurwissenschaften und von 52 % in Mathematik und Naturwissenschaften.
  • Und auch bei den Absolventinnen schlägt sich der positive Trend deutlich nieder: In der Ingenieurwissenschaften stieg ihre Zahl von 2008 bis 2012 um 59 %, in Mathematik und Naturwissenschaften umd 32 %.

Ausgezeichnete Perspektiven für MINT-Absolventinnen

Der Beschäftigungszuwachs in diesen Berufen war in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich, das Risiko arbeitslos zu werden gering. Angesichts des demografischen Wandels und der schnellen technologischen Entwicklung dürfte es künftig immer schwieriger werden, den Bedarf an (hoch-) qualifizierten Fachkräften zu decken. Langfristigen Arbeitsmarktprojektionen zufolge wird insbesondere die Nachfrage nach Fachkräften in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik weiter steigen. Die Potentiale gut qualifizierter Frauen sind für diesen Bedarf unverzichtbar.

  • Das Beispiel der sozialversicherungspflichtigen Ingenieurinnen zeigt, dass ihr Anteil zwischen 1999 und 2012 um 48 % stieg. Dagegen ist der Männeranteil in derselben Zeit um nur 7 % gestiegen.
  • Die Zahl der arbeitslosen Ingenieurinnen ist in den letzten Jahren erheblich gesunken. Lag die Arbeitslosenquote von Ingenieurinnen 2003 noch bei 22 Prozent, so liegt sie 2011 nur noch bei 4 Prozent.

Detaillierte Daten und Fakten finden Sie hier: www.komm-mach-mint.de/Service/Daten-Fakten

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