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Komm, mach MINT. Projekte

"MINTcoach: Individuelle Intervention bei Schülerinnen zur Erkennung und Förderung von MINT-Begabungen"

Das Forschungsprojekt MINTcoach der Hochschule Trier und der Hochschule Niederrhein hat zum Ziel, Schülerinnen der Klassenstufen 6 und 7 für naturwissenschaftliche Fächer, Informatik und Mathematik zu begeistern und so langfristig den Anteil von Frauen in MINT-Studiengängen zu erhöhen. Dazu wird eine MINTcoach-App entwickelt und erprobt, die den Schülerinnen basierend auf Avataren, Aufgabensammlungen, Rätseln, Wettbewerben und weiteren spielerischen Elementen MINT-Themen näher bringt. Begleitend werden thematisch an die App anknüpfende Exkursionen und Workshops für die Schülerinnen durchgeführt, um Einblicke in MINT-Berufsfelder zu geben und Wissen zu festigen. Um Eltern und Lehrkräfte dazu zu motivieren, das MINT-Interesse der Schülerinnen zu fördern, werden für sie Workshops mit den Themen Geschlechterstereotype und Medienkompetenz angeboten.

Projekthintergrund und Ziele

„Du verstehst die Mathe-Aufgabe nicht? War bei mir früher auch so!“ So oder so ähnlich hört es sich häufig an, wenn Mütter mit Töchtern über Hausaufgaben sprechen. Diese frühe negative Beeinflussung von Schülerinnen durch das private Umfeld oder Lehrpersonen verschlechtert ihre Interessen im MINT-Bereich sehr – zumindest ist dies das Resultat des OECD-Bildungsberichts 2015 zur Chancengleichheit der Geschlechter. Dieser Effekt verstärkt sich dadurch, dass die Selbsteinschätzung der Schülerinnen ebenfalls negativ und im Allgemeinen viel schlechter ist, als es ihre Noten tatsächlich widerspiegeln.

Ziel des Projekts ist es daher, wirkungsvolle Interventionsformen durch Nutzung digitaler Medien zu identifizieren, um eine gendergerechte und MINT-affine Berufsorientierung zu befördern. Um hierzu belastbare Informationen zu gewinnen, werden über 1,5 Jahre hinweg Schülerinnen der Klassenstufen 6 und 7 aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland aus unterschiedlichen Schultypen in die Untersuchung mit einbezogen. Dabei wird gleichzeitig das soziale Umfeld der Schülerinnen wie Mitschülerinnen und Mitschüler, Eltern und Lehrende mit betrachtet.

Im Projekt kommt unter anderem das Konzept des „MobileCoach“ zum Einsatz, welcher beispielsweise im Bereich der Gesundheitsvorsorge Jugendliche erfolgreich dabei unterstützt, sich das Rauchen abzugewöhnen. Darauf aufbauend soll der MINTcoach entwickelt werden, um den Schülerinnen MINT „anzugewöhnen“ und dabei gleichzeitig einem negativem Priming entgegen zu wirken. Der MINTcoach bildet dabei die zentrale Kommunikationsschnittstelle zwischen dem Projekt und den Teilnehmerinnen, deren Interesse für MINT-Themen über verschiedene digitale Medien (App, Webseite) durch individuelle Interventionen geweckt, bzw. ausgeweitet werden soll. Begleitet werden diese individuellen Interventionen des MINTcoach durch Ansätze wie Gamification, kooperatives Arbeiten, Workshops in Schulen und der Hochschule sowie Exkursionen. Begleitende Evaluationen werden sicherstellen, dass der Erfolg der Interventionen bemessen und bewertet werden kann.

Kontakt

Hochschule Trier | Umwelt-Campus Birkenfeld

Projektleitung: Prof. Dr. Gisela Sparmann, E-Mail: g.sparmann@umwelt-campus.de
Ansprechpartner: Achim Guldner, E-Mail: a.guldner@umwelt-campus.de, Tel.: +49 6782 17-1957

Teilvorhaben 1: „Informationstechnikbasiertes Konzept, technische App-Entwicklung, Interventionsdurchführung, Evaluation und Verbundkoordination“
Prof. Dr. Stefan Naumann, E-Mail: s.naumann@umwelt-campus.de
Prof. Dr. Rita Spatz, E-Mail: r.spatz@umwelt-campus.de

Teilvorhaben 2: „Gendergerechte und psychologische Intervention“
Prof. Dr. Monika Eigenstetter, E-Mail: monika.eigenstetter@hs-niederrhein.de

Laufzeit: 01.07.2017 bis 30.06.2020

Förderkennzeichen: 01FP1609, 01FP1610

www.mintcoach.net

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