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MINT-Chancen für weibliche Flüchtlinge an der Hochschule Koblenz gestartet

An der Hochschule Koblenz hat die erste MINT-Sommeruni für weibliche Geflüchtete begonnen. Den 15 Teilnehmerinnen im Alter zwischen 19 und 35 Jahren soll der Einstieg in ein Studium der ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen, insbesondere an der Hochschule Koblenz, ermöglicht werden.

Zentrales Ziel des Projektes ist es, weibliche Fachkräfte für die akademischen Berufsfelder im MINT-Bereich zu gewinnen, also in den Branchen rund um Mathematik, Informationswissenschaften, Naturwissenschaften oder Technik. Das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt wird durch das Gleichstellungsbüro der Hochschule Koblenz organisiert.

An der Hochschule Koblenz hat die erste MINT-Sommeruni für weibliche Geflüchtete begonnen. Den 15 Teilnehmerinnen im Alter zwischen 19 und 35 Jahren soll der Einstieg in ein Studium der ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen, insbesondere an der Hochschule Koblenz, ermöglicht werden. Zentrales Ziel des Projektes ist es, weibliche Fachkräfte für die akademischen Berufsfelder im MINT-Bereich zu gewinnen, also in den Branchen rund um Mathematik, Informationswissenschaften, Naturwissenschaften oder Technik. Das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt wird durch das Gleichstellungsbüro der Hochschule Koblenz organisiert. Im Rahmen der Sommeruni lernten die Frauen auch zwei Tage lang den WesterWaldCampus in Höhr-Grenzhausen kennen.

Der erste Tag der Sommeruni begann mit einem ganztägigen Seminar über deutsche Kultur und Sprache. Anschließend begrüßten die zentrale Gleichstellungsbeauftrage Prof. Dr. Barbara Hahn und die Projektkoordinatorin Antje Knieper-Wagner die 15 Teilnehmerinnen. Unter anderem informierten sie die jungen Frauen über den großen Bedarf des Arbeitsmarktes an Fachkräften im MINT-Bereich und über die damit auch für weibliche Beschäftigte verbundenen Chancen und Perspektiven.

Am WesterWaldCampus in Höhr-Grenzhausen hatten die Frauen anschließend zwei Tage lang Zeit, die Werkstofftechnik Glas und Keramik zu erkunden. Die MINT-Teilnehmerinnen wurden von der Organisatorin Dipl.-Ing. (FH) Anja Gros am WesterWaldCampus begrüßt. Nach einer kurzen Einweisung in die zweitägigen Programmdetails startete Prof. Dr. techn. Antje Liersch (stellvertretende Fachrichtungsleiterin) die Sommeruniversität mit Einblicken in die Studieninhalte der Werkstofftechnik Glas und Keramik und einer Vorlesung, die gezielt keramische Produkte, deren Herstellung und Werkstoffeigenschaften aufzeigte. Laborführungen und Versuchsstände, präsentiert durch Dipl.-Ing. Thekla Stein, Dipl.-Chem. Christian Mundt, Belinda Schwarz M.Eng. sowie Anja Gros, vermittelten das ingenieurwissenschaftliche Arbeiten am Hochschulstandort. Prof. Dr. rer. nat. Jan Werner (Honorarprofessor und wissenschaftlicher Leiter des Forschungsinstituts für Anorganische Werkstoffe-Glas/Keramik-GmbH FGK) erläuterte in seinem Vortag am FGK, Werkstoffe aus praxisnaher Forschung und das BFZK – International anerkanntes und auf europäischer Ebene einzigartiges Bildung- und Forschungszentrum für Keramik – in Höhr-Grenzhausen.

Jesse Magee (Werkstattleiter Glas) stellte den jungen Frauen das Institut für Künstlerische Keramik und Glas vor, das künstlerische Persönlichkeiten ausbildet, welche einen relevanten Beitrag zur zeitgenössischen Bildenden Kunst leisten können. Für die MINT-Teilnehmerinnen organisierte das Ada-Lovelace-Projekt – das Projekt wird aktuell durch zwei rheinland-pfälzische Landesministerien, das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz und das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sowie dem Europäischen Sozialfonds gefördert – unter Leitung von Projektleiterin Dipl.Ing. Arch. Ilona von Oppeln Workshops und Studentinnen der MINT-Fachrichtungen. Hier wurden die Teilnehmerinnen mit der Herstellung von keramischen Verbundwerkstoffen vertraut gemacht. Beim Emaillieren wird durch den Brennprozess bei über 860°C ein untrennbarer Metall-Keramik-Verbundwerkstoff erzeugt.

Den Abschluss der Projekttage am WesterWaldCampus bildete ein informativer Rundgang durch das Keramikmuseum Westerwald. Historie der Keramik, Jugendstil, Stilrichtungen der Nachkriegszeit, Keramik der Gegenwart sowie Technische Keramik werden dort auf vier Ebenen weitläufig präsentiert. Das größte Keramikmuseum Europas zeigt Westerwälder Salzbrandkeramik, Werkzeuge, Modelöfen – Keramik in Handwerk, Kunst und Design. Projektkoordinatorin Antje Knieper-Wagner dankte den teilnehmenden Referentinnen und Referenten für ihr Mitwirken am Projekt und das gute Gelingen der Projekttage am WesterWaldCampus.

Auch der RheinMoselCampus blieb in der ersten Woche nicht unentdeckt. Die Teilnehmerinnen erhielten eine Haus- und Bibliotheksführung sowie Erklärungen zum digitalem Hochschul- und Bibliothekssystem.

Begleitet werden die Frauen während der gesamten Zeit von Tutorinnen, die – ebenfalls im MINT-Bereich – an der Hochschule Koblenz studieren. "Dabei stehen die Tutorinnen den Teilnehmerinnen nicht nur mit Rat und Tat zur Verfügung, sondern fungieren auch als Role Model, also als motivierendes Vorbild dafür, dass Begeisterung und Erfolg in einem mathematisch-technischen Fach nicht vom Geschlecht abhängen", betont Projektkoordinatorin Antje Knieper-Wagner.

Die Seminare und Praxisübungen zur Sommeruni finden noch zwei Wochen lang in den Bereichen Maschinenbau sowie Elektro- und Informationstechnik an der Hochschule Koblenz statt. Anschließend absolvieren die Teilnehmerinnen noch ein dreiwöchiges Praktikum in einem Unternehmen. Für die Teilnahme an der Sommeruni wird ein Zertifikat überreicht, welches bei der anschließenden Einschreibung an einer Hochschule, insbesondere an der Hochschule Koblenz, hilfreich ist.

"Frauen in MINT - Neue Chancen für weibliche Flüchtlinge" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen gefördert. Weitere Informationen unter: www.komm-mach-mint.de/Frauen-in-MINT

www.hs-koblenz.de/mint-chancen-fuer-weibliche-fluechtlinge

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