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Technik

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Interview von Sarah

Nach dem Wechsel von den Geisteswissenschaften zum Studium der Werkstoffwissenschaft in Freiberg arbeitet Sarah Richter heute als Entwicklungsingenieurin bei der Robert Bosch GmbH.

Studienwahl

Sarah Richter hat nach ihrem Abitur zunächst Geisteswissenschaften, mit dem Berufswunsch der Journalistin, studiert. Durch mehrere Praktika, u.a. am Fraunhofer Institut, wurde ihr Interesse für ingenieur- und naturwissenschaftliche Zusammenhänge geweckt und so entschied sie sich für ein Studium der Werkstoffwissenschaft in Freiberg. „Mein Studium ist so ein bisschen an der Schnittstelle zwischen Ingenieur- und Naturwissenschaften. Ich bin Diplomingenieurin, wurde aber vorwiegend von Professoren der Physik ausgebildet. Das fand ich eigentlich ganz reizvoll“. Das Berufsbild war ihr bereits durch ihre Eltern, die beide im Bereich der Werkstoffwissenschaft tätig sind, bekannt und so war sie gut über zukünftige Berufsperspektiven informiert. Der Studienwechsel war gerade zu Beginn nicht ganz einfach: „Ich habe ehrlich gesagt relativ große Angst gehabt, etwas Technisches zu studieren. Die Angst hat sich bei mir aber positiv ausgewirkt und in einer großen Motivation niedergeschlagen, so dass ich dort wirklich jedes Tutorium besucht habe und jede Übung wahrgenommen habe und da habe ich dann auch in den ersten Monaten gemerkt, die anderen kochen auch nur mit Wasser. Und habe mich hinter die Bücher geklemmt im ersten Jahr, um das nachzuholen, was ich eben nicht hatte beziehungsweise was mit der Zeit auch verschütt gegangen war“. Besondere Unterstützung bekam sie auch durch ihre Eltern: „Die haben mir Mut gemacht und gesagt: ‚Du kannst ein Studium schaffen, wo Mathe, Physik und Chemie ein Hauptbestandteil sind, das trauen wir Dir zu.’ Also ohne diese Zuversicht, hätte ich eventuell nicht angefangen“. Das so wenig junge Frauen in ihrem Studienjahrgang waren, fand sie nicht problematisch, aber es ist schon etwas besonderes:  „Es hat auch mal eine Ingenieurin in einem Interview ganz gut gesagt: Man fällt immer auf – positiv oder negativ –  das muss man im Hinterkopf haben. Und wenn man klug ist, nutzt man das natürlich auch auf eine intelligente Art. Das heißt also nicht, dass man das ‘Frau sein‘  vor sich herträgt, aber, dass man weiß: Man wird immer in einer exponierten Position sein. Und wenn man gerade mal was Kluges zu sagen hat, dann sollte man sich ruhig trauen und das anbringen.“

Persönliches Statement

Des Weiteren rät sie: „Frauen oder Mädchen, die noch überlegen MINT-Fächer zu studieren, und die da vielleicht noch Vorbehalte haben, denen würde ich zuraten, das auszuprobieren. Ich denke, es ist ja auch bei mir so gewesen, die große Scheu bei Frauen vor Technik sollten sie ablegen, und lieber endecken, wie spannend diese Fächer sein können“.

Dieses Interview wurde geführt im Projekt "MINT-Weibsbilder", ein Teilprojekt des Verbundvorhabens „MINT Role Models – Ein integratives Konzept zur nachhaltigen Steigerung des Anteils von Frauen in MINT-Berufen″. Es wurde im Rahmen des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.″ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

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