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Technik

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Interview von Nadja

Nadja ist 28 Jahr alt und hat Elektrotechnik in in Karlsruhe studiert. In Ihrem Arbeitsalltag befasst sie sich mit Hochspannung und demStromnetz. Als Ausgleich zum Beruf spielt sie Handball und näht.

Was und an welcher Hochschule haben Sie studiert?

Elektrotechnik Fachrichtung Nachrichtentechnik an der Berufsakademie Karlsruhe

Was hat Sie dazu bewogen, dieses Studium zu realisieren? Haben Sie erst eine andere Richtung eingeschlagen?

Da ich das technische Gymnasium in Ulm besucht habe und mein damaliger Klassenlehrer zu mir meinte, ich könnte Elektrotechnik studieren, habe ich mich von Anfang an für dieses Studium entschieden. Natürlich habe ich durch die Schule schon Einblicke in den Bereich Elektrotechnik erhalten, und festgestellt, dass es mir sehr viel Spaß macht.

Hatten Sie vor oder während des Studiums bereits praktische Erfahrungen in Form von Nebenjobs, Ferienjobs, Teilnahme am Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag, Praktika, Werkstudentinnentätigkeiten?

Vor dem Studium hatte ich natürlich durch den Besuch des technischen Gymnasiums durch den Unterricht und durch Praktika Einblicke in die Elektrotechnik. Während des Studiums waren die praktischen Erfahrungen durch die Praxisphasen im Betrieb durch das BA-Studium natürlich abgedeckt.

Welchen Rat würden Sie einer Schülerin mit auf den Weg geben, die überlegt ob sie in einem MINT-Fach studieren soll?

Trau dich! Was die Jungs können, können wir schon lange!

In Ihrer Freizeit beschäftigen Sie sich am liebsten mit...

Nähen, Malen, Basteln, kreativ sein, Handball

Wo arbeiten Sie?

EnBW

In welcher Position arbeiten Sie?

Betriebsplanung im 110-kV-Stromnetz

An welchen Projekten arbeiten Sie zurzeit und wie dürfen wir uns dieses Arbeitsgebiet vorstellen?

Das aktuelle Projekt ist die Jahresschaltungsplanung für die Hochspannung. Die Aufgabe der Jahresschaltungsplanung besteht darin, Umbaumaßnahmen oder Neubaumaßnahmen im 110-kV-Stromnetz so zu koordinieren, dass alle beauftragten Projekte im nächsten Jahr realisiert werden können. Hierbei ist zu beachten, dass die Stromversorgung zu keiner Zeit gefährdet ist. Dies kann durch Entzerren der Projekte, durch Errichten von Provisorien und durch gezielte Entlastungsschaltungen passieren. Die Entsprechenden Untersuchungen werden mit einem Netzberechnungsprogramm durchgeführt.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag aus?

Ich beginne kurz nach 7 Uhr und arbeite bis ca. 16 Uhr. Die meiste Zeit sitze ich an meinem Computer und führe die entsprechenden Netzberechnungen durch. Eine kurze Rücksprache mit meinen Kollegen ist natürlich wichtig.
Wenn besonders große Projekte anstehen, fahre ich auch mal auf eine Baustelle und schau mit vor Ort das Umspannwerk an.

Ist es für eine Frau schwieriger in einem eher männerdominierten Berufsfeld zu arbeiten? Welche Erfahrungen haben Sie diesbezüglich gemacht?

Ich hatte bisher keine Probleme mit den Männern. Man muss als Frau natürlich selbstbewusst auftreten und sich erst einmal den Respekt der Männer erarbeiten. Bei mir hat das aber nicht lang gebraucht und ich komme mit meinen Kollegen gut zurecht.

Welche besonderen Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Interessen braucht man für dieses Berufsprofil?

Als erstes einmal ein abgeschlossenes Studium und natürlich ein generelles Interesse an Energietechnik im speziellen am Stromnetz.

Was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit am meisten?

Durch unerwartete Störungen im 110-kV-Netz oder zeitlichen Verschiebungen von Projekte kann jeden Morgen die Situation im Hochspannungsnetz anders sein und man muss neue Lösungen für die aktuelle Situation finden. Somit wird es einem nie langweilig.

Wie schaffen Sie es, Beruf und Familie zu vereinbaren?

Bisher habe ich noch keine Familie, aber die EnBW ist ein sehr familienbewusstes Unternehmen, bei dem Teilzeitjobs möglich sind.

Welche beruflichen Ziele haben Sie persönlich für Ihre eigene Karriere?

Ich möchte nicht unbedingt aufsteigen, jedoch wie bisher genügend Geld verdienen, damit ich mich selbst finanzieren kann.

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