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Informatik

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Interview von Sabine

Mit den Worten: „Da kannst Du noch alles machen!“ riet ihr Vater Sabine Wieland zum Beruf des FA für Datenverarbeitung und sollte damit Recht behalten. Die 46-jährige Professorin arbeitet an der Hochschule für Telekommunikation und genießt einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag mit spannenden Forschungsprojekten.

Was und an welcher Hochschule haben Sie studiert?

Ich habe Diplomingenieur für Informationsverarbeitung an der TU Dresden studiert.

Was hat Sie dazu bewogen, dieses Studium zu realisieren? Haben Sie erst eine andere Richtung eingeschlagen?

Ich wurde von meinem Lehrbetrieb zum Studium delegiert und musste vorher noch das Abitur in einem Vorkurs an der Ingenieurhochschule Dresden absolvieren. Mein Vater hat mir den Beruf des FA für Datenverarbeitung empfohlen, mit den Worten: „Da kannst Du noch alles machen!“ Er sollte Recht behalten.

Haben Sie ein Auslandsstudium absolviert? Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

Ja, ich war für 3 Monate in St. Petersburg / Leningrad. Diese Zeit war eine harte Schule fürs Leben.

Welchen Rat würden Sie einer Schülerin mit auf den Weg geben, die überlegt ob sie in einem MINT-Fach studieren soll?

Informatiker sind in jeder Branche gefragt und arbeiten immer an spannenden Projekten mit! Mit einem Informatikstudium hat frau eine tolle Grundlage für das ganze Leben!

In Ihrer Freizeit beschäftigen Sie sich am liebsten mit...

Meinen zwei Töchtern, Skaten, Segeln, Ski fahren, Bücher lesen, Querflöte spielen, etc.

Wo arbeiten Sie?

Ich arbeite bei der Deutschen Telekom

In welcher Position arbeiten Sie?

an der Hochschule für Telekommunikation als Professorin

An welchen Projekten arbeiten Sie zurzeit und wie dürfen wir uns dieses Arbeitsgebiet vorstellen?

Ich halte Vorlesungen, Teletutorien und Seminare. Ich betreue die Studenten bei ihren Abschlussarbeiten. Ich leite Forschungsprojekte, deren Themen ich mir selbst auswähle.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag aus?

Einmal im Monat fahre ich für ein bis zwei Tage auf Dienstreise. Mein Arbeitstag ist sehr abwechslungsreich. Einen typischen Arbeitsalltag gibt es nicht. Meist bin ich ca. 9:00 Uhr an meinem Arbeitsplatz, bereite die nächste Vorlesung vor. Nach ein bis zwei Lehrveranstaltungen bearbeite ich meine Mails, telefoniere mit meinen Studenten, die bei der Telekom arbeiten. Gegen 15:30 Uhr fahre ich nach Hause, widme den Nachmittag meinen Töchtern. 19:00 halte ich dann ein Teletutoring, bringe meine Töchter ins Bett. Danach arbeite ich noch ein bis drei Stunden zu Hause am Rechner.

Ist es für eine Frau schwieriger in einem eher männerdominierten Berufsfeld zu arbeiten? Welche Erfahrungen haben Sie diesbezüglich gemacht?

Frauen müssen in jedem Beruf mehr leisten als Männer, um anerkannt zu werden. In einer Männerdomäne zu arbeiten hat Vor-und Nachteile. Frau fällt auf, zum Beispiel auf IT- Konferenzen sind meist nur 10% Frauen. Ich wurde immer nett behandelt. Es gibt immer noch Männer, die die Meinung vertreten, Frauen und Technik passen nicht zusammen. Es wäre schön, wenn viele Frauen beweisen, dass dieses Vorurteil nicht stimmt!

Welche besonderen Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Interessen braucht man für dieses Berufsprofil?

Mathematik, Physik, Elektrotechnik. Lust auf Neues. Kommunikation und Kreativität sind wichtig. Frauen können in dem Beruf Informatikerin alle Fähigkeiten ausleben, die für Frauen typisch sind: beschützen, betreuen, helfen, weiterbilden, gestalten, kommunizieren.

Was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit am meisten?

Ich gestalte die Zukunft mit und arbeite immer mit jungen Leuten zusammen. Ich gestalte meine Lehrveranstaltungen selbst und kann meine Zeit frei planen. Es gibt so viele spannende Themen in der Informatik, dass ich mich auf einige wenige beschränken muss. In Forschungsprojekten vertiefe ich mein Wissen. Da konzentriere ich mich auf die Themengebiete, die mich besonders interessieren.

Sind Sie in Projekten/Maßnahmen aktiv, die es sich zum Ziel gesetzt haben, junge Menschen für MINT zu begeistern? Wenn ja, wie versuchen Sie, dieses Ziel umzusetzen?

Ja. Ich bin MINT Botschafterin der Gesellschaft für Informatik, besuche Schulen und Messen, um den Mädchen von den vielen Möglichkeiten in der Informatik zu erzählen und das Bild vom typischen Informatiker neu zu zeichnen.

Wie schaffen Sie es, Beruf und Familie zu vereinbaren?

Meine Arbeit bietet die besten Voraussetzungen für ein Leben mit Familie und Beruf, da ich jederzeit auch von zu Hause aus arbeiten kann. Ich werde von meinem Partner und meinen Eltern unterstützt. Eine gute Planung ist für einen reibungslosen Ablauf des Familienlebens notwendig. Zeitmanagement und Selbstdisziplin ist wichtig!

Welche beruflichen Ziele haben Sie persönlich für Ihre eigene Karriere?

Als Professorin habe ich die Spitze des Berges schon erklommen. Ich plane verschiedene Forschungsprojekte.

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