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Informatik

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Interview von Marina

Marina Stumpf studiert im 4. Semester Wirtschaftsnetze (BWL und Informatik) und möchte nach ihrem Abschluss als IT-Projektmanagerin bei einem internationalen Unternehmen arbeiten.

Wann hast du dein Interesse an MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bemerkt und wie äußerte sich das?

Im Laufe der gymnasialen Mittelstufe erwachte mein Interesse für wirtschaftliche Zusammenhänge, weshalb ich nach der zehnten Klasse auf das Wirtschaftsgymnasium wechselte. Die vielzitierte Globalisierung schreckt mich nicht, sie ist vielmehr Grundlage meiner eigenen Weltanschauung. Ich sehe viele Chancen im weltweiten Zusammenwachsen der Wirtschaften und Kulturen unter Wahrung der regionalen Disparität. In der Jahrgangsstufe 12 habe ich im Rahmen des Seminarkurses zum Thema „Kooperation Schule-Unternehmen“ das Projekt „Projektmanagement für Auszubildende“ in einem Team von drei Personen entwickelt, geplant und erfolgreich umgesetzt. Das Projekt verfolgte das Ziel, ein Selbstlernprogramm für das Unternehmen Bizerba GmbH in Balingen zu erstellen. Die Teilnahme an diesem Kurs festigte meinen Entschluss eine betriebswirtschaftliche Laufbahn einzuschlagen.

Welche Fächer haben dir in der Schule besonders viel Spaß gemacht?

Die Wahlfächer Datenverarbeitung und Informatik haben mein Interesse geweckt. Hierbei wurde mir bewusst, dass ich gerne mehr über diese Materie erfahren möchte. Auch BWL, VWL und Rechnungswesen gehörten zu meinen Lieblingsfächern. Als ich nach meinem Abitur auf den Studiengang WirtschaftsNetze (eBusiness) gestoßen bin, wusste ich, dass das das Richtige für mich ist.

Haben dich deine Eltern in der Entscheidung für dein Studienfach bestärkt? Wie waren die Reaktionen aus deinem Umfeld / Freundeskreis?

Meine Familie ist die größte Stütze in meinem Leben. Ihnen habe ich mein selbstbewusstes Auftreten zu verdanken, da sie mich bei all meinen Entscheidungen unterstützt haben. Sie finden es toll, dass ich einen zukunftorientierten Weg eingeschlagen habe und sind sehr stolz auf mich und auf meine Leistungen.

Beschreibe kurz und in Stichworten einen typischen Unitag.

  • Aufstehen um 8:00 Uhr
  • Vorlesung um 09:30 Uhr – 12:45 Uhr
  • Mittagessen mit KommilitonInnen
  • Vorlesung um 14:00 Uhr – 17.15 Uhr
  • Arbeiten als studentische Hilfskraft
  • Lerngruppen mit Kommilitoninnen
  • „Feierabend“

Was fasziniert dich an deinem Studium am meisten?

Mein Studiengang ist sehr zukunftsorientiert. Ich bin der Meinung, dass der Zukunftsmarkt schon bald im Internet statt finden wird und ich deshalb gute Chancen in der Arbeitswelt haben werde. Die Kombination an BWL, Informatik und den wichtigen Soft–Skills finde ich super. Man lernt nicht nur Fachwissen, sondern viel über sich selbst. Darauf wird bei uns großen Wert gelegt. Fächer wie soziale Interaktion oder Selbstmanagement zwingen die Studentinnen, sich Gedanken über ihre Ziele und Zukunft zu machen.

Ich habe schon viele meiner Stärken gefestigt und einige meiner Schwächen zu Stärken ausgebaut.

Wie ist der Anteil Frauen-Männer in deinem Studiengang?

Bei WirtschaftsNetze (eBusiness) handelt es sich um einen Studiengang für Frauen. Die Pflichtvorlesungen finden in diesem Rahmen statt und die Wahlpflichtfächer sind gemischt. Anfangs dachte ich, dass ein Studium mit 50 Frauen sehr anstrengend wird. Doch schnell wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Wir haben uns zu einer großen Gemeinschaft entwickelt, die dasselbe Ziel verfolgt: Ein guter Bachelor – Abschluss. Häufig treffen wir uns und lernen gemeinsam. Was die Eine nicht kann, kann dann meist eine Andere und somit ergänzen wir uns sehr gut. Wir schreiben sehr gute Noten und spornen uns gegenseitig zu Bestleistungen an.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Im kommenden Wintersemester werde ich mein Praxissemester bei Porsche absolvieren. Das war mein großer Wunsch, für den ich sehr hart gearbeitet habe. Anschließend hoffe ich, dass Porsche mir eine Thesisarbeit in einem interessanten Bereich ermöglicht.

Mein großes Ziel ist es, mein Studium in Furtwangen möglichst schnell und erfolgreich abzuschließen, um evtl. den Master in Furtwangen anhängen zu können. Ich möchte als IT-Projektmanagerin bei einem international vertretenen Unternehmen arbeiten und Prozesse optimieren.

Hast du einen Tipp für Mädchen bzw. junge Frauen, die sich für ein technisches Studium interessieren?

Bei Interesse an einem technischen Studium dürfen sich die Mädchen keinesfalls negativ von ihrem Umfeld beeinflussen lassen.
Leider ist es noch so, dass Frauen es in der Berufswelt schwerer haben als Männer. Aber das muss nicht so sein!
Haltet euch immer euer Ziel vor Augen, auch wenn es nicht immer leicht ist! Ich bin der Meinung, dass wir in der Zukunft aufgrund der mangelnden technischen Fachkräfte ein Standortproblem in Deutschland bekommen werden. Dies sollte von jedem ernst genommen und nicht verdrängt werden. Es ist deshalb noch wichtiger, dass junge Menschen gut ausgebildet werden und da gehören auch junge Frauen dazu.

Wie könnten deiner Meinung nach mehr Mädchen für mathematische, naturwissenschaftliche und (informations-)technische Studiengänge begeistert werden?

Man sollte den Mädchen vermitteln, dass es sich hierbei nicht nur um eine trockene Materie handelt. Mit Beispielen aus dem täglichen Leben lässt sich das Interesse der Mädchen wecken. Bei mir hat es ja schließlich auch geklappt! Im Rahmen der studentischen Hilfskraft für meine Dekanin, besuchen wir zahlreiche Messen, um jungen Frauen auch den Vorzug von MINT-Berufen anschaulich zu machen. Viele sind anschließend überrascht wie viel Praxis dahinter steckt und zeigen richtiges Interesse daran.

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