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Informatik

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Interview von Elke

Elke, 50 Jahre alt, hat Informatik mit dem Nebenfach Betriebswirtschaft in Koblenz und Paderborn studiert und promoviert. Sie engagiert sich in der Gesellschaft für Informatik (GI) und hat im Jahr 2000 mit ein paar Kollegen das Unternehmen INCONY aufgebaut. Das Beste an ihrem Job? Es wird nie langweilig!

Was hat Sie dazu bewogen, dieses Studium zu realisieren? Haben Sie erst eine andere Richtung eingeschlagen?

Meine Lieblingsfächer in der Schule waren Mathe, Sport und Fremdsprachen. Mit meinem Lieblingsfach Mathe sah ich die besten Berufsperspektiven. Ich hatte in der 12. Klasse ein Schlüsselerlebnis, als ein Junge aus unserer Straße sein Studium der Geographie erfolgreich abgeschlossen und unendlich viele Bewerbungen geschrieben hatte, aber trotzdem in seinem Beruf keinen Job fand und daher Taxifahrer wurde. Ich wollte ein Studium in einem Fach, in dem ich später auch arbeiten und Geld verdienen kann. Informatik hatten wir als AG in der Oberstufe und das fand ich spannend und zukunftsweisend.

Haben Sie vor oder während des Studiums bereits praktische Erfahrungen gesammelt?

Ich hatte ab dem 5. Semester einen Nebenjob in einem Forschungsinstitut, in dem ich meine Programmierkenntnisse vertiefen und Praxisluft schnuppern konnte.

Waren Sie in bestimmte Netzwerke oder Hochschulprogramme involviert, die Sie unterstützt haben?

Damals nicht, aber inzwischen bin ich in Netzwerken aktiv, und zwar der Gesellschaft für Informatik (GI) und der Initiative "Paderborn ist Informatik" (das ich 2006 mitgegründet habe).

Welchen Rat würden Sie einer Schülerin mit auf den Weg geben, die überlegt, ob sie in einem MINT-Fach studieren soll?

Wagt den Schritt, ihr werdet es nicht bereuen. Die MINT-Fächer und insbesondere Informatik haben sehr gute Berufs- und Verdienstmöglichkeiten. Inzwischen sehen viele Firmen Vorteile darin, den Anteil weiblicher Mitarbeiter zu erhöhen und damit sind die Berufschancen für InformatikerINNEN noch besser.

In Ihrer Freizeit beschäftigen Sie sich am liebsten mit…

Sport (Schwimmen, Radfahren, Pilates), Lesen, Zusammensein mit Familie und Freunden.

Wo und ich welcher Position arbeiten Sie?

Vorstand der INCONY AG, dem Technologieführer für Produktdatenbanken und Crossmedia Publishing – also der effizienten Pflege von Produktdaten und der automatischen Generierung von Katalogen, Preislisten, Datenblättern sowie Webshops, Webkatalogen und Apps aus diesen Daten. Ich habe das Unternehmen im Jahr 2000 mit ehemaligen Kollegen zusammen aufgebaut.

Ist es für eine Frau schwieriger in einem eher männerdominierten Berufsfeld zu arbeiten? Welche Erfahrungen haben Sie diesbezüglich gemacht?

Ich habe bislang keine Nachteile wahrgenommen, weder in meinen ersten Programmierjobs noch später in Projektleitungen oder nun im Vertrieb und der Geschäftsleitung.

Welche besonderen Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Interessen braucht man für Ihren Beruf?

Solide Informatikkenntnisse, gute Kommunikationsfähigkeit, sehr gute Analysefähigkeit (um bei den stets wechselnden Firmen stets deren Anforderungen sehr genau zu verstehen).

Sind Sie in Projekten/Maßnahmen aktiv, die es sich zum Ziel gesetzt haben, junge Menschen für MINT zu begeistern? Wenn ja, wie versuchen Sie, dieses Ziel umzusetzen?

Über die von mir mitgegründete Initiative "Paderborn ist Informatik" haben wir letztes Jahr das Mentoringprogramm girls4IT gestartet, was ich organisatorisch mitbegleitet habe und als Mentorin auch selber eine Schülerin beraten habe. Außerdem habe ich im Rahmen meiner Regionalgruppenleitung der Gesellschaft für Informatik für 2015/2016 eine neue Vortragsreihe organsiert, in der Informatikerinnen von ihrem Beruf berichten, um deutlich zu machen, dass Informatik deutlich mehr als Programmieren ist.

Weitere Informationen zu Elke als Mentorin bei Girls4IT

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