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Informatik

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Interview von Constanze

Constanze ist 27 Jahre alt und studiert Informatik im Master. In Ihrer Freizeit leistet sie ehrenamtliche Mitarbeit und beschäftigt sich mit Fotografie.

Was und an welcher Hochschule studierst du?

Informatik (Master) an der TU-München, davor Informatik (Bachelor) an der Hochschule München (HM).

Was hat dich dazu bewogen, dieses Studium zu realisieren? Hast du erst eine andere Richtung eingeschlagen?

Eigentlich wollte ich schon immer wissen, wie Computer funktionieren. Da ich direkt nach dem Abitur aber noch überhaupt keine Ahnung hatte, was Informatik überhaupt ist habe ich mich zunächst für ein Studium der Medieninformatik entschieden, da ich mir nicht sicher war ob ich ein rein-technisches Studium schaffen könnte (und ob es mich auch interessieren würde). Während des Medieninformatikstudiums merkte ich allerdings, dass mich nur die technischen Fächer wirklich interessierten und die anderen eher lästiges Beiwerk waren. Nach 6 Semestern habe ich mich dann dazu durchgerungen, zu einem „reinen“ Informatikstudiengang zu wechseln. Diese Wahl habe ich nie bereut. In der Informatik habe ich ein Zuhause gefunden – hier lernt man nicht nur, wie alle Dinge rund um den Computer funktionieren, sondern man kann auch einen Großteil seiner Zeit damit verbringen spannende Rätsel zu lösen.

Welchen Rat würdest du einer Schülerin mit auf den Weg geben, die überlegt ob sie in einem MINT-Fach studieren soll?

Entscheidungen kann man erst dann sinnvoll treffen, wenn man genug Informationen zu dem in Frage stehenden Thema hat. Ich würde empfehlen nach Möglichkeit Praktika in den in Frage stehenden Bereichen zu absolvieren, damit man weiß was in diesen Bereichen so tatsächlich passiert. Nur so kann man sehen, womit sich die Menschen tatsächlich beschäftigen.

Was muss sich deiner Meinung nach ändern, damit mehr Frauen mathematisch-technische Berufe wählen?

Meiner Meinung nach studieren deshalb so wenig Frauen in mathematisch-technischen Studiengängen, weil sie einerseits nicht wissen was diese Studiengänge so beinhalten und zum anderen weil Gesellschaft und Schule den Frauen bewusst oder unbewusst vermitteln, dass mathematisch-technische Berufe „Männersache“ sind. Zudem ist der Mathematik- und Naturwissenschaftsunterricht in den Schulen oft sehr theoretisch und langweilig. Deshalb denken viele Frauen (und Männer) ein Studium würde genauso ablaufen. Sie wissen einfach nicht, wie spannend und vielseitig so etwas sein kann.

Um diese Missstände zu beheben, müsste man zum einen den Schulunterricht anders gestalten, nach Möglichkeit schon im Kindergarten Naturwissenschaft aktiv erleben (z.B. durch Experimente) und zum anderen als Gesellschaft versuchen, aktiv gegen geschlechtsbezogene Rollenbilder vorzugehen. Aktionen wie „Girl's Day“ oder „Mädchen machen Technik“ sind ein guter Ansatz, setzen aber viel zu spät an – wenn sich in den Köpfen bereits kontraproduktive Rollenbilder verfestigt haben.

Welche beruflichen Ziele hast du persönlich für deine Zukunft?

Ich möchte jetzt erstmal meinen Master erfolgreich abschließen und danach evtl. promovieren.

In deiner Freizeit beschäftigst du dich am liebsten mit …

Ehrenamtliche Mitarbeit bei Gentoo Linux, Musik, Literatur und Fotografie.

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